„Mensch – Du – Maschine!“ – Dialog, Theater und ein Zukunftsraum zur Robotik

Diskutieren Sie mit uns im Projekt „Mensch – Du – Maschine!“ über neue Technologien und wie Robotik die Medizin der Zukunft prägt.
Gemeinsame Medieninformation der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Potsdam, der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, 28.04.2026
Die Robotik im Gesundheitswesen erlebt derzeit eine rasante Entwicklung und wird zu einem Schlüsselthema in der medizinischen Versorgung von morgen. Doch wie sieht sie aus, die Medizin der Zukunft? Und was bedeutet der Einsatz neuer Technologien für Patientinnen und Patienten? Im Projekt „Mensch – Du – Maschine!“ (MeMa) der Professur für Medizinische Ethik an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften sollen die damit verbundenen Herausforderungen breit diskutiert werden – nicht auf Tagungen oder Seminaren, sondern auf öffentlichen Plätzen, im Theater und in einem Zukunftsraum. Die Forschenden suchen den Austausch mit Menschen aller Altersklassen und ermöglichen dabei auch den direkten Kontakt mit Robotern. Los geht es am 9. Mai beim Potsdamer Tag der Wissenschaften auf dem Campus Golm (Haus 26, Raum 0.76) der Universität Potsdam. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2026 – Medizin der Zukunft gefördert.
„Wir wollen verstehen, was Menschen unterschiedlicher Generationen über den Einsatz von Robotik und Künstlicher Intelligenz in der Gesundheitsversorgung denken. Dabei ist es uns wichtig, auch die ländliche Bevölkerung Brandenburgs einzubeziehen und sie über die Digitalisierung im Gesundheitssystem aufzuklären“, sagt der Medizinethiker Prof. Dr. Robert Ranisch, der das Projekt leitet. Mit seinem Team wird er mit Pop-Up-Stationen auf Marktplätzen in acht Regionen des Landes Halt machen, um mit Passanten ins Gespräch zu kommen. Im Gepäck immer dabei: robotische Systeme, die schon heute im Gesundheitswesen zum Einsatz kommen. Sie dürfen vor Ort angefasst, kennengelernt und getestet werden. „Wir arbeiten hier eng mit den Präsenzstellen der brandenburgischen Hochschulen zusammen. Das erlaubt uns, im ganzen Land unterwegs zu sein, von der Prignitz über Velten bis nach Spremberg“, berichtet Ranisch, der sich schon jetzt darauf freut, die spontanen Eindrücke und Reflexionen der Bürgerinnen und Bürger zu erfahren.
Als Impressionen werden diese Begegnungen auf verschiedenen Wegen festgehalten, um authentische Impulse für die weitere Projektarbeit zu geben. So ist im Herbst ein generationenübergreifender Theaterworkshop geplant, in dem Jugendliche gemeinsam mit Seniorinnen und Senioren und realen Robotern szenische Miniaturen entwickeln, die die Chancen und Konflikte einer digital gestützten Gesundheitsversorgung aufgreifen. Hierfür kooperiert das Potsdamer Forschungsteam mit Fachleuten aus der Theaterpädagogik und der Ferienuni Oberhavel (FUNI). Was dabei entsteht, wird in der Orangerie Oranienburg öffentlich präsentiert, umrahmt von einem wissenschaftlichen Programm, das zu Diskussionen und zum Gedankenaustausch anregen soll.
Das für die Theateraufführung extra produzierte Bühnenbild wird anschließend zur Kulisse des „Zukunftsraums Gesundheit“, den Ranischs Team im Potsdam Science Park einrichten und im Herbst 2026 eröffnen wird. Hier sollen die Roboter und Szenarien aus dem Projekt dauerhaft installiert und durch didaktische Materialien und Dokumentationen ergänzt werden. „Der Raum steht Bürgerinnen und Bürgern, Schulklassen, Seniorengruppen und Fachkräften kostenfrei als Ort des Lernens und Austauschs zur Verfügung“, kündigt der Wissenschaftler an. „So entsteht ein niedrigschwelliger, kreativer und nachhaltiger Zugang zu einem der zentralen Themen der Medizin der Zukunft.“
Ein Projekt der Professur für Medizinische Ethik an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften in Zusammenarbeit mit einem Netzwerk aus Lokalpartnern und Forschungseinrichtungen.
Foto: Thomas Roese
