Praktika und Abschlussarbeiten

Ausschreibung für eine Promotion für Studierende der Medizin

zum Thema
„Entlassung aus dem Alterstraumazentrum (ATZ) – was dann?“

Worum geht es?

Im Rahmen einer Aufklärungsvisite im ATZ Rüdersdorf / Woltersdorf werden geeignete Probanden  identifiziert. Die rekrutierten Studienteilnehmer werden 120 Tage nach Entlassung aus dem ATZ in ihrer häuslichen Umgebung besucht und mittels eines standardisierten Fragebogens zu ihrer alltäglichen Lebensführung befragt. Es werden so lange neue ATZ-Patienten rekrutiert, bis die vorgesehene Fallzahl von 50  interviewten Studienteilnehmern erreicht wird (ca. 1 Jahr). Die Akquise beginnt am 1.2.2022.

Ihre Aufgaben

  • Unterstützung/Durchführung der Akquisevisite in der Geriatrischen Klinik Woltersdorf
  • Organisation und Durchführung der Hausbesuche
  • Auswertung und Veröffentlichung der Ergebnisse

Interessierte sollten folgende Voraussetzungen mitbringen:

  • Eigene Mobilität zur Durchführung der Hausbesuche im Raum Ostbrandenburg
  • Freude am direkten Patientenkontakt
  • Interesse an der Versorgungsforschung

Eine Anstellung am IRP auf Minijob-Basis (450.-€) zur Deckung der Unkosten und BG-lichem Versicherungsschutz kann angeboten werden.

Kontakt und weitere Informationen per Mail: ina.schmidt(at)irp-mhb.de

Ausschreibung für eine / mehrere versorgungswissenschaftliche Promotion(en)

zum Thema
Social Return on Investment am Beispiel der Lausitz und der Etablierung einer Medizinischen Fakultät in Cottbus
(Betreuung: Prof. Dr. Dr. K. J. G. Schmailzl, Prof. Dr. F. Hufert)

Worum geht es?

Die Lausitz ist durch den Braunkohleausstieg bis spätestens 2038, wahrscheinlich bereits 2020, von einem starken sektoralen Strukturwandel betroffen. Als Interessensausgleich erhält das Land Brandenburg für die Neugestaltung wirtschaftlicher Strukturen rund zehn Mrd. Euro. Von dieser Fördersumme soll eine neue, staatlich getragene, Medizinische Fakultät in Cottbus mit 1.500 Studienplätzen bis Mitte der 30er Jahre entstehen.

Hintergrund des Forschungsvorhabens

Die Ansiedlung von Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen haben für eine Region – hier die Lausitz – eine überragende Bedeutung und sind mit hohen Investitionssummen verbunden. Nach einem ersten Expertengutachten wird die Etablierung einer Medizinischen
Fakultät in Cottbus voraussichtlich bis 2035 Investitionen von rund 1,9 Mrd. Euro kosten. Es wird angenommen, dass dieses Investment aus ökonomischer und sozialwissenschaftlicher Sicht letztlich für die Lausitz einen Mehrwert bringen wird.

Was soll bearbeitet werden?

Social Return on Investment bedeutet, dass auf einer Mikro-, Meso- und Makroebene eine ökonomische und soziale Betrachtung von Investitionen mit Hilfe eines Input- und Output-Modells erfolgt. Hieraus ergibt sich eine sogenannte Sozialrendite, die neben rein ökonomischen Kennzahlen weitere Aspekte wie z.B. kulturelle, gesundheitliche, soziale, demographische, etc. direkte und indirekte Wirkungen berücksichtigt.

Das Ziel dieser empirisch-sozialwissenschaftlichen Studien ist, dass mit verschiedenen (auch alternativen) Szenarios positive?/ negative? Effekte der Etablierung einer Medizinischen Fakultät in Cottbus prognostiziert werden. Beispielsweise soll die Frage beantwortet werden, welchen ökonomischen und sozialen Mehrwert haben 1.500 Medizinstudenten für die Region. Ein anderes Beispiel betrifft die Untersuchung, welche Effekte sich für die Ansiedlung neuer Unternehmen der Digitalwirtschaft und weiterer, gesundheitszentrierter und forschungsaffiner Branchen ergeben.

Zunächst sollen eine theoretische Analyse der T hematik und ein Abgleich mit der Literatur erfolgen. Geplant ist, dass quantitative und qualitative Datenerhebungen mit unterschiedlichen Stakeholdern, wie Studierenden, Arbeitgebern, Verbänden, der Stadt Cottbus und anderer regionaler Gebietskörperschaften, etc. erfolgen. Hier sollen Einstellungen, Erfahrungen und Erwartungen aus der jeweiligen Perspektive der Interviewpartner mit Hilfe strukturierter Fragebögen und Leitfadeninterviews erfasst werden.
Die Analyse der quantitativen Daten und / oder qualitativen Daten wird mit Hilfe von SPSS, R, etc. bzw. QBMax durchgeführt. Auf dieser Basis erfolgt die Entwicklung eines adaptierten Input-Output-Modells nach dem SRoI-Ansatz.

Die Arbeit findet unter der Betreuung von Prof. Dr. Dr. Schmailzl und Prof. Dr. F. Hufert in Zusammenarbeit mit Dr. A. Ossendorf statt. Eine Aufteilung des Projekts in mehrere Arbeiten ist möglich / vorgesehen.

Interessierte sollten folgende Voraussetzungen mitbringen:
• Interesse an gesundheitswissenschaftlichen Fragestellungen
• Erfüllung der Voraussetzungen für eine Promotion nach den geltenden Bestimmungen der Fakultät für Gesundheitswissenschaften Brandenburg
• Bereitschaft, sich in Methodik der quantitativen und / oder qualitativen Forschung mit entsprechender Software einzuarbeiten.

Der Umfang und Schwerpunkt des Promotionsvorhabens werden gemeinsam näher festgelegt;
es ist vorgesehen, dass die Ergebnisse in einschlägigen Zeitschriften veröffentlicht werden;
Es ist erwünscht, dass die Arbeit zeitnah bis zum Frühjahr 2022 aufgenommen wird.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Dr. Kurt J. G. Schmailzl
E-Mail: ccc(at)connectedhealth.com.de
Campus MHB/RK (Haus O), Fehrbelliner Str. 38, 16816 Fontanestadt Neuruppin
Mobil: +49 175 5155550

Gemeinsame Fakultät
Der Universität Potsdam, der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg