Profilbereiche

Profilbereich I: Prävention, Behandlung und Rehabilitation

Dieses Feld umfasst einen translationalen Ansatz, von der anwendungsorientierten Grundlagenforschung bis zur Durchführung klinischer Studien. Im Fokus liegen folgende, für eine alternde Bevölkerung besonders relevante Erkrankungen:

  •     Herz/Kreislauf Erkrankungen (u.a. Herzinsuffizienz)
  •     Muskuloskelettale Erkrankungen (u.a. Rückenschmerzen und Arthrosen)
  •     Neurodegenerative Erkrankungen (u.a. Demenz)
  •     Metabolische und lebensstilbedingte Erkrankungen (u.a. Adipositas, Diabetes und deren Folgeerkrankungen)

Hauptaugenmerk des Profilbereichs ist die wissenschaftliche Begründung und Validierung von Mechanismen, mit deren Hilfe präventive Strategien umgesetzt, die Behandlung optimiert und die Rehabilitation fokussiert werden können. Da ältere Menschen nicht selten an mehr als einer Krankheit leiden, sollen darüber hinaus Interaktionen in der Primär- und Sekundärprävention wissenschaftlich beleuchtet werden.

Derzeitiger Sprecher: Prof. Dr. Frank Mayer (UP)
VertreterInnen: Prof. Dr.-Ing. Ingrid Bönninger (BTU), Prof. Dr. Christian Butter (MHB)

Kontakt:

Dr. Anne Schraplau (Koordinatorin)
Telefon: +49 (0) 331 977 1753
E-Mail: anne.schraplau(at)uni-potsdam.de

 

Profilbereich II: Versorgungsforschung mit Schwerpunkt eHealth

Das Thema Digitalisierung im Gesundheitsbereich wird zwar seit Jahren diskutiert, aber in Deutschland sind bisher nur punktuell Modellstudien umgesetzt. Es fehlt immer noch eine Strategie, neue digitale Techniken sinnvoll auch in sogenannten metropolfernen Regionen einzusetzen. Hier besteht eine große Chance, die Versorgung der Bevölkerung insbesondere in den ländlichen Regionen Brandenburgs (aber auch in anderen ähnlichen Regionen) effektiv zu verbessern. Daher arbeiten wir mit Hochdruck an Projektskizzen zur Digitalisierung von Krankenhäusern mit dem Anschluss der Versorger in der Peripherie. Dazu gehören folgende Forschungsbereiche:

  • Digitale Systeme
  • Internet of Things
  • Mobile Diagnostik
  • Gesundheitscloud
  • KI als Unterstützung der Diagnosestellung

Wichtigstes Ziel ist dabei eine Umsetzung zu realisieren, die die Bedürfnisse der Menschen trifft, sie im Prozess mitnimmt und eine spürbare Verbesserung bringt und langfristig von Solidarsystem getragen werden kann. Daher sind hier folgende Ansätze der Versorgungsforschung eingebettet:

  • Identifizierung der wesentlichen Prozesse in der Versorgung und daran anschließender Prüfung der Digitalisierbarkeit
  • Begleitende Studien zur Erfassung des Erfolgs und der Schwächen der neuen Versorgungskonzepte, Nachbesserung
  • Identifizierung von neuen Aufgabendelegationen in den Versorgungsberufen und damit neuen Ausbildungsanforderungen

Derzeitige Sprecherin: Prof. Dr. Christine Holmberg (MHB)
Vertreter: Prof. Dr. Michael Rapp (UP), Prof. Dr. Jacob Spallek (BTU)

 

Profilbereich III: Altersbedingte zelluläre Veränderungen

Die alternde Zelle ist seit Jahren Objekt der Forschung und es wurden einige Mechanismen identifiziert, die zu den beobachteten Veränderungen beitragen. Trotzdem besteht immer noch erheblicher Wissensbedarf zur Reaktion alternder Zellen, und neue Felder der Forschung wie z.B. die Stammzellforschung oder die Epigenetik sind auf ihren Einfluss auf den Alterungsprozess erst wenig untersucht. Den meisten bisher bekannten Prozessen gemein ist ihr Einfluss auf die Expression von RNAs und damit auf die Ausstattung an Proteinen und deren Reaktionen. Alterungsprozesse wurden in allen Zelltypen des Körpers nachgewiesen, und viele Prozesse wie veränderte Signalwege zeigen ein gemeinsames Bild in den verschiedenen Organen. Die Untersuchung dieser Prozesse kann also in den unterschiedlichsten Zell- und Gewebesystemen erfolgen, hat aber zum Ziel, gemeinsame und organspezifische Veränderungen zu identifizieren. 3D Zellmodelle aus verschiedenen Zelltypen, die die Bedingungen innerhalb der Organe im Körper besser simulieren, spielen dabei eine zentrale Rolle.

Derzeitige Sprecherin: Prof. Dr. Stefanie Oess (MHB)
VertreterInnen: Prof. Dr. Burkhard Kleuser (UP), Dr. Anne-Helen Lutter (BTU)