Wie kann Medizin in Zukunft aussehen?

Unter dem Motto des diesjährigen Wissenschaftsjahres waren Wissenschaftler*innen der FG, auf der MS Wissenschaft eingeladen.
„Wie kann die Medizin der Zukunft aussehen?“ Unter dem Motto des diesjährigen Wissenschaftsjahres waren Wissenschaftler*innen der FGW eingeladen, auf der MS Wissenschaft Ihre Projekte zu präsentieren. Die MS Wissenschaft ist ein besonderes Ausstellungsschiff, das als schwimmendes Science Center durch Deutschland und Österreich reist. Jedes Jahr wird ein aktuelles, wissenschaftliches Thema für die Besucher*innen interaktiv und praxisnah präsentiert.
Das Projekt „Mensch – Du – Maschine!“ (MeMa) widmet sich der Frage, wie neue Technologien die zukünftige Medizin gestalten könnten. Außerdem sollen die Auswirkungen der Techniken auf den medizinischen Bereich untersucht werden. Die Forschenden wollen gezielt in den Dialog mit Menschen aller Altersklassen treten, um zu erfahren was deren konkrete Hoffnungen und Sorgen sind. An Bord der MS Wissenschaft hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Roboter zu erleben, die bereits heute in der Pflege im Einsatz sind. Durch den direkten Kontakt mit Robotern sollte ein besseres Verständnis für konkrete Einsatzszenarien entstehen. Die zahlreichen Beiträge und Meinungen der Besucher*innen waren von großer Bedeutung für den Theaterworkshop, der diesen Herbst stattfindet. Der Workshop schafft einen Austausch zwischen Kindern und Senior*innen und bietet einen kreativen Raum zur Darstellung möglicher Zukunftsszenarien. Die MS Wissenschaft bot für den Austausch mit Menschen verschiedenster Altersgruppen eine erste Plattform. Die Resonanz war durchweg positiv.
Viele Besucher*innen sahen die Roboter als eine mögliche Ergänzung in der Pflege, die jedoch den zwischenmenschlichen Kontakt nicht ersetzen sollte. Die Wissenschaftler*innen konnten hier auf vorangegangene Projekte verweisen, denn eine ähnliche Forderung ist auch Teil der Bürgerinnen-Erklärung des E-cARE Projektes . Das E-cARE-Projekt untersuchte die Bedingungen einer verantwortlichen Nutzung von sozialer Robotik in der Pflege älterer Personen. Interessierte Besucher*innen nahmen die gedruckte Version der Erklärung mit und diskutierten weitere Forderungen mit den Wissenschaftler*innen.
Besucher*innen der MS Wissenschaft konnten sich ebenfalls über die Ziele und Methoden des laufenden Projektes COLIBRI informieren. Im Projekt wird untersucht, wie Personen mittleren Alters sich im ländlichen Brandenburg ein gutes Leben vorstellen und ob sie digitale Technologien für ihre Ernährung, Bewegung oder Gesundheit nutzen. Die Ergebnisse der Studie sollen dazu beitragen, Personen bei der Veränderung ihres Gesundheitsverhaltens alltagstauglich zu unterstützen.
Wir danken allen Besucher*innen für ihre Mitwirkung und den wertvollen Dialog.
Das Projekt „Mensch – Du – Maschine!“ (MeMa) wird durch das BMFTR im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft gefördert und geleitet durch Robert Ranisch, Professur für Medizinische Ethik mit Schwerpunkt auf Digitalisierung an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften Brandenburg, Universität Potsdam.
E-cARE wurde durch das BMG gefördert und wurde ebenfalls durch Robert Ranisch, Professur für Medizinische Ethik mit Schwerpunkt auf Digitalisierung an der FGW, geleitet.
COLIBRI wird durch den Potentialbereich Bewegung, Ernährung, Gesundheit der FGW gefördert. Die Leitung übernehmen Joschka Haltaufderheide und Robert Ranisch von der Professur für Medizinische Ethik sowie Notger Müller, Professur für Neurodegenerative Erkrankungen, Bewegung.
Foto: J. Fuchs, FGW
