Erster erfolgreicher Promovend einer FGW-Professur

Freitag, 03.11.2023
Erfolgreiche Dissertation FGW Brandenburg Muskeltraining, Quelle: Andres Ayrton via Pexels

Zum Thema ,,Kraft und Kognition – Analyse des Zusammenhangs von muskulärer Kraftleistungsfähigkeit, funktionellen und strukturellen Gehirnparametern und kognitiver Leistungsfähigkeit“ hat Fabian Herold am 18.10.2023 erfolgreich seine Dissertation verteidigt und somit den Titel Dr. rer. medic. erlangt.

Zum Thema ,,Kraft und Kognition – Analyse des Zusammenhangs von muskulärer Kraftleistungsfähigkeit, funktionellen und strukturellen Gehirnparametern und kognitiver Leistungsfähigkeit“ hat Fabian Herold am 18.10.2023 erfolgreich seine Dissertation verteidigt und somit den Titel “Doctor rerum medicinalium” (Abkürzung: Dr. rer. medic.) erlangt. Als Mitarbeiter der Professur für degenerative & chronische Erkrankungen, Bewegung ist er der erste erfolgreiche Promovend einer FGW-Professur.

Fabian Herold bei der Verteidigung seiner Doktorarbeit am 18.10.2023 im H-Lab am FGW Standort Potsdam-Golm.

Die Untersuchungen in der Doktorarbeit von Fabian Herold zeigen u.a., dass neben ausdauerorientierten Aktivitäten (z.B. Fahrradfahren) oder koordinativ anspruchsvollen Aktivitäten (z.B. Tanzen) auch muskelkrafterhaltende bzw. -steigernde Aktivitäten einen positiven Einfluss auf die kognitive Leistungsfähigkeit und die Integrität des Gehirns insbesondere bei älteren Menschen haben können. Die positiven Effekte eines Krafttrainings auf die kognitive Leistungsfähigkeit gingen möglicherweise auf „geteilte neuronale Korrelate“ zurück. Das heißt Gehirnstrukturen, die für höhere kognitive Prozesse von Bedeutung sind, wären höchstwahrscheinlich auch an der Ausführung von Krafttrainingsübungen beteiligt und könnten deshalb durch ein Krafttraining gestärkt werden. (siehe auch: https://ispgr.org/is-squatting-a-brainless-exercise/).

Aus Forschungssicht sind laut Fabian Herold und seiner Arbeitsgruppe noch weitere Untersuchungen notwendig, um die eventuell bestehende Dosis-Wirkungs-Beziehung (z.B. Einfluss bestimmter Belastungsnormative wie Anzahl der Trainingseinheiten pro Woche) und die zugrundeliegenden neurobiologischen Mechanismen aufzuklären.

Neben eingeladenen Gästen waren während der Verteidigung auch Kolleg*innen aus den sportwissenschaftlichen Instituten der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg und der Universität Leipzig sowie Kolleg*innen aus der Schweiz (Universität Basel und Eidgenössische Technische Hochschule Zürich) online zugeschaltet. Die Gutachter*innen waren Prof. Dr. Claudia-Voelcker-Rehage, die die Professur Neuromotorik und Training an der Universität Münster leitet, und Privatdozent Dr. Sebastian Ludyga, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Forschungsgruppenleiter («Physical Activity & Cognition») im Department für Sport, Bewegung und Gesundheit der Universität Basel. Hauptbetreuer der Doktorarbeit war Prof. Dr. Notger G. Müller. Die Zweitbetreuung hat Prof. Dr. Dennis Hamacher übernommen.

Titelfoto: Andres Ayrton via Pexels